Wir Kinder des Krieges

Erscheinungstermin: 28.10.2014

Der Buchhändler Helmut Godai aus Wien bekommt eine Gänsehaut, wenn er daran denkt, wie er als Kindersoldat mit dem Gesicht zur Wand gestellt wurde, um erschossen zu werden. Jutta Schneider aus Bremen träumt davon, dass ihr Haus brennt und der Feuersturm wieder alles verzehrt, was ihr lieb ist. Und Dorit Sonnabend spürt in Mondscheinnächten ein furchtbares Kribbeln auf der Haut, ihr Kopf vibriert. Dann hat sie Angst, dass sie in der Nacht wiederkommen. Die silbernen Vögel, die sie als kleines Mädchen im Pyjama mit ihrem Teddy in den Luftschutzkeller getrieben haben: „‚Komm auf meinen Schoß, Dorchen‘, hat Mama gesagt, ‚dann sterben wir gemeinsam!‘ Und ich habe mir gewünscht, dass der Himmel über Berlin von einer dicken Eisenplatte geschützt wird!“ Frauen und Männer, geboren zwischen 1928 und 1945, erzählen erstmals ihre ganz persönlichen Geschichten, wie sie den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Es sind die Geschichten einer entbehrungsreichen Kindheit, aber auch Geschichten der unsterblichen Hoffnung. Es sind die Erzählungen von Armut und Angst, von Mut und Tapferkeit, von Verlust und Freundschaft. Es ist unsere eigene Geschichte, die Geschichte unserer Eltern und Großeltern – es ist die Geschichte einer vergessenen Generation.

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Buchdetails

ISBN-13 9783711000651
328 Seiten / 145 mm x 210 mm
Ecowin
Österreich: 19.95 EUR
Deutschland: 19.95 EUR
Schweiz: 28.90 CHF *
* unverbindlich empfohlener VK-Preis

Autor

Andreas Kuba

Andreas Kuba wurde 1965 als Sohn der Kriegskinder Lotte und Heinz im niederösterreichischen Weinviertel geboren. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften schrieb er Undercover-Reportagen und war Gründungsmitglied des Magazins NEWS, in dem er zehn Jahre lang Aufdecker-Stories, vor allem gegen Rechtsextremisten und Neonazis, verfasst hat. 2002 gründete er das größte österreichische Zeitgeschichte-Projekt „A Letter To The Stars“, in dem zehntausende Schülerinnen und Schüler die Geschichten von Holocaust-Opfern und Überlebenden recherchiert und berührende Gedenkveranstaltungen organisiert haben. Als seine Mutter – ihr Vater war im Krieg in Russland gefallen – bei einer Gedenkveranstaltung zum Anschluss 1938 eine der 80.000 Kerzen entzündete, die in Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden und anderer Opfer brennen sollten, spürte der Autor, dass es 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges möglich sein müsste, auch jenen Menschen zu gedenken, die in diesem Krieg auf Seiten der Täter selbst Opfer waren – den Kindern des Krieges.